
Gemeinsam zum Erfolg - Entwässerung beschreitet neue Wege
Im Zuge der Revitalisierung des alten Elbparks wurde die Niederschlagsentwässerung für die östliche Fläche des Bismarck-Denkmals und die neuen Sportflächen grundlegend erneuert. Die bisherige Schachtversickerungsanlage war überlastet und führte zu Überflutungen, sodass eine Erneuerung der Grundstücksentwässerung erforderlich wurde.
Bismarck-Denkmal
Mit der neuen Entwässerungsanlage werden sowohl die östliche Fläche des Bismarck-Denkmals als auch die darunterliegende Sportplatzfläche erfasst und der Schutz vor Überflutungen sowie der Entwässerungskomfort an heutige Anforderungen angepasst. Wie bereits zuvor wird entsprechend der RISA-Zielsetzung das Niederschlagswasser vorrangig versickert, um weiterhin die Wasserversorgung der Baum- und Strauchpflanzungen zu unterstützen.
Bodenuntersuchungen zeigten jedoch eine eingeschränkte Versickerungsfähigkeit – das heißt, dass Regenwasser nur langsam versickern kann. Im Fall eines Starkregens müsste man folglich mit längeren Nutzungseinschränkungen der Fläche rechnen oder ein größeres Speichervolumen vorsehen. Daher wurde die Planung angepasst: Die Versickerungsanlage erhielt zusätzlich einen Drosselabfluss in ein angrenzendes Mischwassersiel. Dieser Anlagentyp entspricht den Vorgaben des neuen DWA-Arbeitsblattes 138-1 „Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser - Teil 1: Planung, Bau, Betrieb“. Auch bei ungünstigen Bodenverhältnissen sorgt die Anlage für eine zuverlässige Entwässerung und ermöglicht durch die Versickerung von Regenwasser eine Annäherung an den natürlichen Wasserhaushalt.
Da am Bismarck Denkmal kein direkter Anschluss an das öffentliche Mischwassersiel besteht und daher Anlagenteile auf fremdem Grund liegen, wurde die Regenwasserableitung dauerhaft über eine Baulast gesichert. Der Regenwasserspeicher beziehungsweise die Versickerungsrigole befindet sich unterhalb der Sportplatzfläche am Böschungsfuß und nimmt das abfließende Wasser auf, sodass es überwiegend versickert und bei stärkeren Niederschlägen zwischengespeichert und kontrolliert abgeleitet wird.
Zum Schutz des Grundwassers wird das abfließende Wasser von der Sportplatzfläche über seitlich angeordnete Mulden und die belebte Bodenzone gefiltert. Die am östlichen Rand der Spielfläche angeordneten Mulden mit zugehörigen Schächten bilden den Entspannungspunkt der Entwässerungsanlage, über den sich bei Überlastung ein Notwasserweg ausbilden kann.
Für die Einleitung von Niederschlagswasser in das Mischwassersiel von Hamburg Wasser ist eine Genehmigung nach §11a des Hamburger Abwassergesetzes (HmbAbwG) erforderlich, für die partielle Versickerung eine wasserwirtschaftliche Erlaubnis nach dem Hamburger Wassergesetz (HWaG). Der im Rahmen der Einleitgenehmigung erstellte Überflutungsnachweis wurde nach den strengeren Vorgaben der DIN 1986-100 „Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke“ geprüft, was eine erhöhte Sicherheit gegen Überflutungen gewährleistet.
- Adresse
Seewartenstraße
20459 Hamburg - Fertigstellung
2026
- Bezirk
- Hamburg-Mitte
- Projektbeteiligte
- Bezirk Hamburg-Mitte
- bezirklicher Sportstättenbau
- MUHS Landschaftsarchitekten
- Behörde für Kultur und Medien
- Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA)
- Art der Anlage
- Grünanlagen
- Sportanlagen
- Zweck
- Maßnahmen












