
Entsiegelung von privaten Grundstücken
RISA-Förderprogramm
Förderfähige Maßnahmen
Es werden Planung, Abbruch, fachgerechte Entsorgung, der neue Bodenaufbau sowie die Begrünung von Flächen auf Grundstücken in Hamburg mit einem Zuschuss gefördert. Die zu entsiegelnde Fläche muss mindestens 10 m² betragen. Auch Teilentsiegelung können gefördert werden, wenn sie zum Beispiel über Rasengittersteine, Rasenwaben oder Rasenliner umgesetzt werden. Versickerungsfähige Bodenbeläge wie Sickersteine oder Rasenfugenpflaster werden aber nicht gefördert, da sie kaum eine natürliche Bodenfunktion ermöglichen.
Privatpersonen können bei Vollentsiegelung 50 Prozent der förderfähigen Kosten beziehungsweise 40 Prozent bei Teilentsiegelung geltend machen und einen Zuschuss von maximal 25.000 Euro je Grundstück erhalten.
Unternehmen und sonstige Organisationen können 30 Prozent der förderfähigen Kosten geltend machen und einen Zuschuss von maximal 25.000 Euro je Grundstück erhalten.
Sie haben Interesse?
Im Info-Kasten finden Sie einen Link zur Förderseite und dem Antragsportal der IFB Hamburg.
Zudem ist die Fachbetriebssuche des "Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hamburg e.V." verlinkt.
Einen Eindruck darüber, wie sehr Hamburg versiegelt ist, erhalten Sie über die Seite der Versiegelungskarte Hamburg.
Die Stadt Mannheim hat eine Übersicht mit allen Möglichkeiten und Entsiegelungslösungen für verschiedene Quartiere und Flächennutzungen zusammengestellt. Insbesondere die detaillierten Maßnahmenlisten für Vollentsieglungen und Teilentsiegelungen auf Grundstücken können Anregungen für Interessierte bieten.
Bitte beachten Sie, dass Suchportale nicht perfekt sind. So kann es sein, dass nicht alle Betriebe für die förderfähigen Maßnahmen geführt oder auch Betriebe angezeigt werden, die die Ausführung der erforderlichen Arbeiten nicht anbieten.
Mit den richtigen Pflanzen der Tierwelt helfen
Sobald eine Fläche entsiegelt wurde, stellt sich die Frage nach der Begrünung. In Bau- und Gartenmärkten gibt es eine große Pflanzenauswahl. Viele davon sind jedoch Exoten aus fernen Ländern, mit denen die einheimische Tierwelt kaum etwas anfangen kann und die sich im schlimmsten Fall in der Natur unkontrolliert verbreiten. Nur sehr flexible Insekten wie die Honigbiene oder einige Hummel- und Schmetterlingsarten können hier noch Nahrung finden. Der Großteil unserer Krabbeltiere benötigt hingegen einheimische Pflanzen, auf die sie sich über die Jahrtausende hin angepasst haben. Nicht nur als Nahrungsquelle, sondern auch als Kinderstube.
Wer den einheimischen Insekten also etwas Gutes tun möchte, sollte anstelle von exotischen Pflanzen den einheimischen Sträuchern und Stauden den Vorzug geben. Im Info-Kasten steht eine Liste mit Alternativen zur Verfügung, die Ihnen hilft, die gängigsten und für die örtliche Natur auch gefährlichsten invasiven Arten gut zu ersetzen. Damit fördern sie ein reichhaltiges Insektenleben in Ihrem Garten und schaffen gleichzeitig einen gut gedeckten Tisch für Amsel, Rotkehlchen und Co.
Wenn Sie eine kostenlose Beratung zur Bepflanzung nach der Entsiegelung wünschen, wenden Sie sich gern an die MOIN STADTNATUR-Beratungsstelle.
Kosten der Entsiegelung abschätzen
Die Regenwasseragentur Berlin bietet mit dem "Regenrechner" eine Möglichkeit, Investitions- und Betriebskosten für Entsiegelungsmaßnahmen über beispielhafte Szenarien abzuschätzen oder auch ein eigenes Projekt überschlägig durchzurechnen. Dies kann Ihnen helfen, einen ersten Eindruck über mögliche Kosten zu erhalten.
Bitte beachten Sie, dass diese Abschätzung nicht die Planungsleistungen einer dafür fachlich ausgebildeten Person ersetzen kann. Weiterhin berücksichtigt der Rechner nicht eventuell vorhandene und von Berlin abweichende technische oder formale Hamburger Anforderungen. Zudem können sich die tatsächlichen Kosten von der Schätzung unterscheiden, zum Beispiel aufgrund von Inflation.

Fördernde
Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft
Das Programm wird aus Klimamitteln der Freien und Hansestadt Hamburg gefördert
Ansprechpunkt
Hamburgische Investitions- und Förderbank
Förderart
Zuschuss