
Versickerungsmulden zum Schutz vor Starkregen
Bei der Erschließung des neuen Quartiers Finkenau entstand auf der Leo-Leistikow-Allee ein breiter, grüner Mittelstreifen mit Versickerungsmulden. Sie schützen die neu entstandene Straße vor Überflutung bei Starkregenereignissen.
Leo-Leistikow-Allee
In dem 2022 fertiggestellten Neubaugebiet Quartier Finkenau sind über 400 Wohneinheiten entstanden. Entlang der Leo-Leistikow-Allee reihen sich Stadthäuser und Geschosswohnungsbau aneinander. Zwischen den Fahrspuren der Straße erstreckt sich über eine Länge von etwa 280 Metern ein breiter, begrünter Mittelstreifen. Asphaltierte Wege gliedern ihn in vier einzelne Grünflächen, in denen jeweils eine Versickerungsmulde angelegt wurde. Die Mulden nehmen das abfließende Regenwasser der angrenzenden Straßen- und Grundstücksflächen auf. Regenwasser, das nicht direkt versickern kann, staut sich temporär in den Mulden ein und schützt so den Wohn- und Straßenraum vor Überschwemmungen.
Neben ihrer Funktion als Regenwasserspeicher erfüllen die Mulden auch ökologische und gestalterische Aufgaben: Sie verbessern das Mikroklima, fördern die Biodiversität und machen die Straße grüner und lebenswerter. Für die Anwohnenden entsteht so ein attraktiver Stadtraum, der Sicherheit und Aufenthaltsqualität miteinander verbindet.
Auch die begrünten Dächer im Quartier tragen zur Regenrückhaltung bei: Sie speichern Regenwasser zunächst zwischen, bevor es über Fallrohre ins unterirdische Regenwassersiel und von dort aus in den Eilbekkanal geleitet wird.
Die Leo-Leistikow-Allee ist damit ein gelungenes Beispiel dafür, wie wassersensible Planung konkret aussehen kann – und wie Hamburg Schritt für Schritt zur Schwammstadt wird.
- Adresse
Leo-Leistikow-Allee
22081 Hamburg - Fertigstellung
2020
- Bezirk
- Hamburg-Nord
- Projektbeteiligte
- Bezirk Hamburg-Nord
- Art der Anlage
- Straßenraum
- Quartiere
- Zweck
- Maßnahmen





