Überflutungs- und Hochwasserschutz

Mit dem Klimawandel kommen neue Herausforderungen auf uns zu, denen wir uns jetzt stellen müssen. Das gilt nicht nur für die Gefahren durch das Ansteigen des Meeresspiegels. Klimastudien für Norddeutschland zeigen, dass die Wetterextreme häufiger werden und dass wir in Zukunft mit heftigeren Hochwassern aus dem Binnenland rechnen müssen. Das Risiko des Hochwassers durch Sturmfluten und Binnenhochwasser zu verringern, ist daher Ziel der EG-Hochwasserrisikomanagementrichtlinie (EG-HWRM-RL).

Was aber ist mit der Überflutungsgefahr durch Starkregenereignissen, bei denen in wenigen Stunden erhebliche Regenmengen fallen können?

Zukunftsfähige Regenwasserbewirtschaftung heißt auch, dass Konzepte und Lösungen für den Umgang mit seltenen Starkregenereignissen entwickelt werden. Kann Regenwasser z. B. auf Park- und Sportplätzen zwischengespei-
chert werden ohne die Bevölkerung zu gefährden, wenn die Kanalisation oder das Gewässer überlastet ist? Kann Regenwasser über Notwasserwege über Straßen geleitet werden? Lassen sich so Schäden durch Überflutungen an Gebäuden etc. vermeiden?

Ein erfolgreiches Management des Hochwasser- und Überflutungsschutzes besteht nicht allein aus technischen Anlagen – Überschwemmungsgebiete in den Flussauen müssen zurück gewonnen, Gewässer renaturiert, neue Retentionsflächen geschaffen und die Versiegelung von Flächen reduziert werden.

Der Schutz vor Hochwasser- und Überflutung ist eine komplexe Aufgabe, die nur gelingen kann, da viele verschiedene Akteure in dem Projekt zusammenarbeiten.

Neuauflage der Broschüre „Wie schütze ich mein Haus vor Starkregenfolgen?“

HAMBURG WASSER hat gemeinsam mit der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) im Rahmen des Projekts RISA – RegenInfraStrukturAnpassung die bereits in 2007 erschienene Broschüre „Wie schütze ich mein Haus vor Starkregenfolgen?“ neu aufgelegt. Die Broschüre informiert über Vorsorge- und Schutzmaßnahmen für Neubauvorhaben und bestehende Gebäude und richtet sich vornehmlich an Hauseigentümer, Bauherren und Architekten.

Die Starkregenereignisse der letzten Sommer haben es deutlich gezeigt: Der „Schutz vor Starkregenfolgen“ ist nach wie vor ein wichtiges Thema in Hamburg. Daher erschien im Sommer 2012 die Neuauflage der Broschüre „Wie schütze ich mein Haus vor Starkregenfolgen?“ – mit aktualisierten Informationen, Preisen, Ansprechpartnern und Weblinks.

Private Schutz- und Vorsorgemaßnahmen sind, neben der kontinuierlichen Erneuerung und Optimierung des Hamburger Sielnetzes (vgl. Gewässerschutzprogramme von HAMBURG WASSER), ein wichtiger Bestandteil der kommunalen Gemeinschaftsaufgabe Überflutungsschutz. Weitere wichtige Bausteine werden im Projekt RISA – RegenInfraStrukturAnpassung erarbeitet. Mit der Erstellung des „Strukturplan Regenwasser 2030“ wird eine verbindliche Leitlinie für einen zukunftsfähigen Umgang mit Regenwasser in der Stadt Hamburg geschaffen.

Die Broschüre steht hier zum Download bereit (2,9 MB). Druckexemplare können Sie in unter info(at)risa-hamburg.de kostenlos anfordern.