RISA Regenwasserbehandlung

Retentionsbodenfilter

Retentionsbodenfilter dienen vorrangig der Behandlung von nachteilig verändertem Niederschlagswasser vor Einleitung in Gewässer. Bei den Retentionsbodenfiltern handelt sich um vertikal durchströmte Sand-/Kiespackungen, deren Oberfläche mit Schilf bepflanzt ist und mit einem Retentionsraum ausgestattet ist. In der Filterschicht findet eine überwiegend chemisch-physikalische und biologische Reinigung statt. Dabei werden Grob- und Feinpartikel zurückgehalten sowie eine Reduzierung von bis zu 95 % der Verunreinigung erreicht. Das gereinigte Wasser wird oberhalb der abgedichteten Beckensohle von einer Drainage gesammelt und über ein Ablaufbauwerk in ein Oberflächengewässer eingeleitet. Durch den Retentionsraum und die verzögerte Ableitung trägt ein Retentionsbodenfilter auch zur Starkregenvorsorge und Entlastung der Gewässer und Siele bei.

In Hamburg gibt es bereits mehrere solcher Anlagen. Ein Beispiel ist der Retentionsbodenfilter in der Manshardtstraße:

An der Manshardstraße wird das von den umgebenden Straßen- und Siedlungsflächen abfließende Regenwasser in den Jenfelder Bach eingeleitet. Innerhalb des Einzugsgebietes liegen Teile der Manshardtstraße, des Schiffbeker Wegs sowie der Märchensiedlung. Dort werden täglich bis zu 30.000 Fahrzeugbewegungen verzeichnet. Das Regenwasser wird daher insbesondere beim Ablauf von den Straßenflächen durch Schwermetalle, Sand oder Mikroplastik verunreinigt, sodass vor der Einleitung in den Jenfelder Bach eine Reinigung erforderlich ist. Der Retentionsbodenfilter übernimmt die Reinigung des nachteilig veränderten Regenwassers. Das gereinigte Wasser sammelt sich über der abgedichteten Beckensohle und wird mithilfe einer Drainage und einem Pumpwerk in den Jenfelder Bach geleitet.


Retentionsbodenfilter Manshardtstraße

Filtertrummen

Das zu entwässernde Niederschlagswasser von stark befahrenen Straßen ist oftmals stark belastet. In Fällen in denen keine zentrale Behandlung des Niederschlagswassers (z.B. am Auslass) möglich ist, können dezentrale Anlagen eine wirtschaftliche Lösung zur Reinigung des Niederschlagswassers darstellen. In Hamburg wurden in den vergangenen Jahren Filtertrummen als Pilotprojekte eingebaut. Dabei wurden umfangreiche Erfahrungen mit dem Aufbau, dem Einbau und dem Betrieb der Filtertrummen gesammelt. Mit dem Einbau von Filtertrummen wird verunreinigtes Niederschlagswasser behandelt und so ein Beitrag zum Gewässerschutz geleistet.