Naturnaher Wasserhaushalt

Durch zunehmende Oberflächenversiegelung verändert der Mensch wichtige Grundlagen des Wasserkreislaufs. Regenwasser, das eigentlich im Boden versickern und über die Pflanzen verdunsten sollte, fließt oberflächlich ab. Die vorhandene Infrastruktur zur Ableitung dieser Wassermengen erreicht jedoch immer mehr die Grenzen ihrer Kapazität, so dass Überflutungen von Kellern, Straßen und Grundstücken sowie zusätzliche Gewässerbelastungen die Folge sein können.

Überdies wandeln versiegelte Flächen die Einstrahlung der Sonne hauptsächlich in Wärme um, was zu einem erhöhten Stadtklima führt. Einen Kühlungseffekt hingegen haben Grünflächen, da diese den größten Teil der Sonneneinstrahlung in die Verdunstung von Wasser umwandeln.

Um in Zukunft den natürlichen Wasserkreislauf zu erhalten, müssen neue Wege auf dem Gebiet der Regenwasserbewirtschaftung gegangen werden. Hamburg braucht innovative Maßnahmen, die zugleich den Hochwasserschutz für die Stadt als auch den Schutz des Grundwassers und der Oberflächengewässer gewährleisten. Ein dezentrales Konzept, das Regenwasser dort, wo es anfällt, erfasst und – soweit möglich – an Ort und Stelle durch geeignete Anlagen wieder dem natürlichen Wasserkreislauf zuführt.