Ideen und Konzepte

Die sich ändernden Randbedingungen der wachsenden Stadt und die Folgen des Klimawandels erfordern neue Ideen und Konzepte zum Umgang mit Regenwasser in Hamburg. Eine integrale und interdisziplinäre Herangehens-
weise bei der Problemlösung ist erforderlich, um den neuen Herausforderung an die Wasserwirtschaft gerecht zu werden.

Die derzeit funktionsfähige Infrastruktur der Stadt muss angepasst werden, ein Ausbau des bestehenden Gewässer- und Kanalnetzes ist jedoch nicht beliebig möglich. Lösungen versprechen unter anderem dezentrale Ansätze, die nicht den bisherigen Standardlösungen entsprechen. Darüber hinaus können die entstehenden Probleme nur gemeinsam mit den verschiedenen Institutionen der Stadt bewältigt werden. RISA ist ein Arbeitsforum, in dem verschiedene Themen und Inhalte zusammengeführt und die umfangreichen und anspruchsvollen Aufgaben gemeinsam bearbeitet werden. 

Vier Arbeitsgruppen im Projekt RISA stellen die interdisziplinäre Bearbeitung der Aufgaben rund um das Thema „zukunftsfähige Regenwasserbewirtschaftung“ sicher:

  1. Die Arbeitsgruppe Siedlungswasserwirtschaft beschäftigt sich unter anderem mit den Themen Gefährdungs-analyse und Überflutungsnachweis sowie mit Potenzialanalysen zur dezentralen Regenwasserbewirtschaftung
  2. Die Arbeitsgruppe Stadt- und Landschaftsplanung analysiert vorrangig Möglichkeiten zur stärkeren Einbindung der Wasserwirtschaft in den Planungsprozess und ermittelt verschiedene Optionen zur Festsetzung wasserwirtschaftlicher Maßnahmen in Bauleitplanverfahren
  3. Die Arbeitsgruppe Verkehrsplanung untersucht beispielsweise Möglichkeiten der gezielten Nutzung der Straße als „Notwasserweg“ bei Überlastungen der Kanalisation infolge von Starkregen
  4. Die Arbeitsgruppe Gewässerplanung erarbeitet unter anderem Wasserhaushaltsbilanzen und entwickelt einen Katalog geeigneter Maßnahmenkonzepte zur Verbesserung der Gewässerqualität

Aus der Erfassung, Darstellung und Analyse des Ist-Zustandes werden im Abgleich mit einem zu definierenden Soll-Zustand die Defizite und Potentiale aufgezeigt und Anpassungs- und Verbesserungsvorschläge in den Handlungsfeldern Überflutungsschutz, Gewässerschutz und naturnaher Wasserhaushalt erarbeitet. Die übergreifenden Querschnitttsthemen in den Bereichen Technischen Grundlagen, Kosten & Finanzmodellen, Institutionen & Recht sowie Kommunikation & Öffentlichkeit werden zusätzlich in Arbeitskreisen behandelt. Die Ergebnisse werden in einem „Strukturplan Regenwasser“ zusammengeführt, der verbindliche Leitlinie für das Handeln von Verwaltung, Planern und Bürgern in Hamburg sein soll.

Das Projekt RISA setzt sich für einen neuen Umgang mit Regenwasser in Hamburg ein: vom Leben am Wasser zum Leben mit Wasser